zondag, juni 04, 2006

Haiku no haiku - 30/31/32/33/34

Duistere bossen
vraag ik voor mijn verjaardag
om in te spelen.

Mijn arme pen heeft,
na jaren van meegaandheid,
gebroken benen.

Pokdalige maan,
vlucht in het holst van de nacht.
Maar langzaam, langzaam.

Hoe kwam het zo ver:
knielen op een hoop
doorboorde woorden?

Op mijn vel papier
overwinterende bij,
eerst kreupel, dan dood.

Haiku no haiku - 23/24/25/26/27/28/29

Het gebladerte
spartelt in de zomerwind.
De herfst komt eraan.

Langs het stenen pad
gekruimeld ligt de aarde.
Moeder en dochter.

In de late tuin
ruiken de anjelieren
appelblauwzeegroen.

Fracties van takken
tekenen op wit velijn
hun gebroken schrift.

Passerend glaswerk,
koffiegeuren kringelen
door jaloezieën.

Sjirpende zinnen
in sloffende boeken.
De winter in huis.

O vergezichten!
Mijn sakkerse gedichten
keer ik de rug toe.

Haiku no haiku - 18/19/20/21/22

In het grand-café
liggen de verse leugens.
De rug vol nietjes.

Regens wolken. Twee
rivieren hebben zojuist
één bedding gereed.

De witte wolken
hebben namen gekregen.
Vele legioenen.

Een vlinder strijkt neer
bij het vallen van de nacht.
Het onweer steekt op.

Aflandig de geur
van wafels en ligstoelen.
Een tante aan zee.

Fragile

1

Ecoute! Le soleil, il entre à pas de loup.
Piano piano.
T’entends comment, chaudement,
Lentamente così,
il avance tes peines feutrées.
Puis, tout devient tellement tranquille
Que, dans ton labyrinthe, tu devines
Comment les marteaux méditent sur les enclumes.

Je m’adresse à une de tes oreilles,
Je mets ma main, comme une coquille
Sur ce mollusque. Et là, tu entends…
Pas la mer, not the sea, mais quoi, au juste?

Tu es un vieux cerisier et tu as peur
Que je ne sois pas seulement une racleuse
Mais aussi une scieuse
Qui, en cet hiver blanc rôde autour de toi.
Tu crains alors cette scie musicale.
Et en même temps ta chute finale.
L’affalement dans un tourbillon de neige.
Le morcellement par milliers
de tes cassants petits doigts noirs.

Mais ne crains pas! Laisse-moi effleurer ton oreille, avec douceur.
Lascia mi!
Seulement l’ourlet, et délicatement…
Et attends, attends pour ronronner que j’arrête de chuchoter.

…………
Encore une seconde…
Maintenant! Avanti!


2

Tout à coup le chuchotement devient fluide.
Cela commence avec deux, trois gouttes de pluie d’été sur ton front.
Et deux autres.
Ton front plisse et devient un lit fluvial.
Et voilà que tout éclate!
Tout devient eau, murmure, ruisselle et coule agréablement
Le long de ton nez
Et inonde tes pensées
d’arômes de murs moites,
de dalles fumantes
et de broussailles à bout de souffle.


3

Un corps, c’est quoi?
Un violoncelle est un corps.
Un corps muni d’une âme.
Si l’on touche ce corps,
on sent sa chaleur,
sa peau douce, légèrement ridée.

Ta main peut caresser sa peau,
Suivre ses rondeurs,
comme l’on écrit, des bouts des doigts,
son nom sur le petit ventre et sur les hanches
de son amant.
En lettrines.

Si maintenant tu désires sentir
l’âme de mon violoncelle,
il faut bien que son propre archet
le fasse vibrer.

Elle se met alors instamment à trembler,
comme un petit chien auquel on promet
un jeu de ballon.

Touche maintenant, touche.
Sens comme ce corps veut te montrer son âme.
Comme il a envie de vibrer avec toi.
Comme il cherche ta résonance sympathique.

Et comme, enfin, mon violoncelle
Te passe mon propre flageolement.


4

Alors, mon cher ami…
Cela fait un temps que tu sois aveugle.
Tu regardes seulement avec les oreilles, les doigts, le nez.

Imagine-toi:
Je suis couchée, sur un char de foin.
Le foin me chatouille partout
Et sent les herbes sauvages.

Le soleil jaune criant se fond sans-gêne
sur le feuillage et me macule par les fentes
avec des gouttes épaisses de lumière.

Le char passe au pas sous les cimes estivales.
Et une petite brise repasse me voir
Au parfum chaud du cheval fumant.
Le cheval est jeune et gai.
Sa peau est maroquin,
Son écume est fraîche et perlante.
Ma vie semble un cheval donné.

J’ai le ventre plein de papillons.

Je goûte la musique de la terre
comme je peux toucher son arôme.
Exactement comme je la vois avec tous mes sens.

Fini!

Ote les bandeaux, maintenant.

Verletzlich (voor Jacqueline)

1

Hör zu! Auf Schtrümpfen kommt die Sonne rein.
Piano piano.
Du hörst sie, wie sie warm im Flur,
lentamente così,
deine verfilzten Schmerzen vor sich hin schiebt.
Dann ist es ganz still,
so still dass du in deinen Innenohren spürst
wie die Hammer über den Ambossen nachdenken.

Ich wende mich an eines deiner Ohren,
lege meine Hände wie Muschel drauf,
auf dieses Weichtier und da hörst du...
Nicht das Meer, pas la mer, aber... aber...

Du bist ein alter Kirschbaum und hast Angst
ich sei nicht nur eine Streicherin.
Aber auch eine Sägerin
die in diesem weißen Winter um dich herumschleicht.
Du fürchtest also diese singende Säge.
Und letzten Endes auch deinen entgültigen Fall.
Das niederschlagen im Schneewirbel.
Das zerbröckeln von deinen tausenden
und abertausenden bröcklichen schwarzen Fingerchen.

Fürchte nicht! Lass mich dein Ohr berühren, auf die leichteste Weise.
Lascia mi!
Nur die Konturen, aber ganz kniffelig...
Und warte, warte mit dem Schnurren bis ich ausgeflüstert bin.
.......
Eine Sekunde noch...
Nun, avanti!

2

Auf einmal wird das Flüstern flüssig.
Es fängt an mit zwei, drei Tropfen Sommerregen auf deine Stirn.
Dann noch zwei.
Die Stirn runzelt und wird Flußbett.
Das Himmelwasser und welche Schweißtropfen vermischen sich.

Alles wird Gewässer, rieselt, fließt und stromt wohltuend hinunter,
die Nase entlang, und überflutet die Gedanken
mit Parfummustern von schwitzenden Mauern, dämpfende Gehwegplatten
und schwer atmenden Gebüsch.

Die Sonne platscht gegen die Wände.
Da: eine dunkle Figur, agitiert, mit Hut, Regenmantel, in hackendem Schritt.
Ein weisses Gesicht in einem Regenschatten.
Aufsprühende Pfütze.
Ihm hinterher gerannt? Um die Ecke, in eine schwarzbeschattete Gasse?

3

Was ist ein Leib?
Ein Cello ist ein Leib.
Ein Leib mit einer Seele.
Wenn du dieses Leib berührst,
fühlst du seine Wärme,
seine sanfte, aber auch leicht durchfurchte Haut.

Deine Hand kann seine Haut streicheln,
ihre Rundungen folgen,
so wie man mit Fingerspitzengefühl
sein Name auf die Hüfte und das Bäuchlein
seines Geliebten schreibt.
In Zierbuchstaben.

Wenn du aber das Seelchen meines Cellos
spüren möchtest, dann muß ich ihn halt
mit seinem eigenen Bogen anstreifen.

Gleich fängt er dann an zu bibbern.
Wie ein Hundchen dem man ein Ballspiel
in Aussicht stellt.

Fühl bitte.
Fühl bitte mal
wie dieses Leib dir sein Innerstes offenbaren will.
Wie es mit dir mitschwingen möchte.
Wie es tastet nach deine sympathische Resonanz.

Und schließlich wie mein Cello
dir mein eigenes bibbern übermittelt.

4

Aber jetzt, mein Lieber...

Du bist schon eine Weile blind.
Du siehst jetzt nur mit deinen Ohren und Fingern und Nase.

Stell dich vor:
ich liege auf meinem Rücken,
hoch im Hoi auf einem Wagen.
Das Hoi kitzelt mich überall
und duftet nach wilden Kräutern.

Die schreiendgelbe Sonne wirft sich zügellos ins Laub
und befleckt mich durch die Löcher
mit dicken, heißen Tropfen Licht.

Der Wagen fährt im Schritt unter Sommerbaumkronen.
Und eine leichte Brise atmet mich an
mit dem warmen Geruch vom dampfenden Pferd.
Das Pferd ist jung und froh.
Seine Haut ist aus feinstem Leder,
sein Schweiß ist frisch und perlend.
Mein Leben duftet nach einem geschenkten Gaul.

Mir wird ein bischen flatterig im Magen.

Ich koste die Musik der Erde
sowie ich auch ihr Aroma fühlen kann.
Genauso sehe ich sie mit allen Sinnen.

Aber du?

Wilst du nicht endlich mal was sehen?
Hast du inzwischen nicht die Nase voll von dieser Augenbinde?
Möchtest du sie nicht sehr gerne abnehmen?

Glaubst du das du jetzt auch den Mut hast mich an zu schauen?
Traust du dich?

Jouissance (Uit: Heraclash)

Apportez-moi de ce gâteau
un grand morceau
et prêtez-moi vos lèvres chaudes.

Donnez, donnez un ananas sucré
et sur ma tête blonde
un beau drapeau.

Je veux un bel éclat de rire HAHAHA!
et OH! chatouillez-moi!

Présentez-moi la mer ensoleillée,
un geste large de tes doigts sablés.
Et sur le vent de la tendresse, pour finir,

faites-moi jouir!

vrijdag, juni 02, 2006

Odysseus in Patria (Uit: Hors d’œuvres)

Eindelijk een goddelijke
voettocht naar de einder
ondernomen.

Om, dom-
weg halverwege Rome klaar
te komen. Dan, verrichter zake, weer
naar huis.

Alwaar het zicht
op het heelal
door niersteengruis
benomen.